Darmgesundheit

Unser Darm verfügt über eine innere Kontaktfläche von über 30.000 m² (über 4 Fußballfelder groß!).

Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich 75-80 Prozent unseres Abwehrsystems (Immunsystems) im Darm und seiner Umgebung befinden. Außer seiner Verdauungsfunktion hat der Darm die Aufgabe, den Organismus vor dem sehr ätzenden Verdauungsbrei zu schützen. Und was der Darm hier vollbringt, dazu wäre ein Stahlrohr nicht in der Lage: den aggressiven Darminhalt zu transportieren, ohne dabei Schaden zu nehmen. Dies ist nur deshalb möglich, weil sich die Darmwand selbst ständig erneuert. Verbrauchte Zellen sterben ab und machen neuen Platz. So verhindert der Körper, dass er sich selbst aufzehrt.

 

Wenn der schützende Darm gestört wird

Viele Faktoren unserer heutigen Lebensweise können die Schutzfunktion unseres Darmes gefährden.

Einseitige „übersäuernde“ Ernährung, Konservierungsstoffe in Lebensmitteln, Antibiotika-Einnahme, Umweltgifte im Alltag und andere Einflüsse stören das mikrobiologische Gleichgewicht. Die Folge davon kann eine erhöhte Durchlässigkeit der Dünndarm-Schleimhaut sein: das sogenannte „Leaky Gut Syndrom”. In der Schleimhaut sind dann die Öffnungen so groß, dass unverdaute Lebensmittelpartikel durchkommen und so mit körpereigenem Gewebe in Kontakt kommen können.

 

Wie Essen krank machen kann

Solche unverdauten Nahrungsmittelteile sind Fremd-Eiweiße und werden vom Immunsystem als Krankheiterreger eingestuft. Um diese Eindringlinge unschädlich zu machen, werden von den weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) Antikörper produziert. Diese Antikörper speichern die Informationen über diese Nahrungsmittelpartikel und wenn erst einmal ein solcher Kontakt stattgefunden hat, erkennt das Immunsystem diese – auch in nur geringer Menge – immer wieder.

 

So kommt es zu einer sogenannten „Immunreaktion auf Nahrungsmittel”.

Solche Immunreaktionen bleiben leider meist unbemerkt, da die Beschwerden bis zu 72 Stunden später auftreten können – eine Zuordnung aufgrund der Wahrnehmung von Symptomen ist daher kaum möglich. Wird der Organismus dadurch ständig mit Lebensmitteln belastet, auf die er mit Abwehr reagiert, kann langfristig das Immunsystem (Abwehrsystem) überlastet werden. Dies kann das Entstehen von bestimmten Erkrankungen begünstigen: z.B. Arthrosen, Hautkrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Konzentrationsstörungen, Magen-Darm-Beschwerden, Migräne, rheumatische Erkrankungen, Übergewicht. Das gesunde Milieu der Darmflora hat sich verändert und es ist ein Ungleichgewicht zwischen gesunden und krankmachenden Darmbakterien entstanden.

 

Gesunder Darm – gesunder Mensch

Zentral für unsere Gesundheit ist es daher, dass wir auf einen gesunden Darm achten. Bei der Behandlung von Beschwerden jeglicher Art ist es daher absolut wichtig, dass man dafür sorgt, dass die Schutzmechanismen des Darms (Schleimhaut und Mikroorganismen) intakt sind. Kennt man die Nahrungsmittel, auf die das Immunsystem reagiert, kann man seine Ernährung individuell anpassen und steigert damit Gesundheit und allgemeines Wohlbefinden. Die Diagnostik mit der Boresonanz sowie mit einer Untersuchung, die die eigenen Immunreaktionen gegen Nahrungsmittel aufdeckt (z.B. Pro Immun M®-Test), lässt sich das genau herausfinden.




Die häufigsten Krankheitsbilder aus meiner Praxis:


Glutenunverträglichkeit -

Bauchschmerzen, Blähungen, Hautausschlag, Migräne, Müdigkgeit oder Taubheitsgefühle an Händen und Beinen können ein Hinweis auf Glutensensitivität sein. 

Eine Glutensensitivität liegt vor, wenn durch den Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln (Weizen, Gerste, Hafer und Dinkel) Symptome auftreten und eine glutenbedingte Zöliakie oder Weizenallergie durch eine medizinische Untersuchung ausgeschlossen wurde.

Menschen mit der genetischen Stoffwechselkonstitution der Blutgruppen "Null" und "A" reagieren auf glutenhaltiges Getreide, insbesondere Weizen und können diesen nicht verarbeiten. Es kommt durch den Verzehr zur Veränderung der Darmzotten. Das Immunsystem erkennt das Gewebe als "fremd" und greift es an. Wir haben dann das klassische Bild einer Autoimmunerkrankung, der Zöliakie.

 

Weizenallergie-

Im Gegensatz zur Zöliakie und der Glutensensitivität reagiert der Körper allergisch auf die im Weizen enthaltenen Eiweiße. Diese Reaktion sehen wir häufiger bei Kindern als bei Erwachsenen. Die Bioresonanz kann hier diagnostisch behilflich sein, auch über das Labor kann eine Allergie leicht nachgewiesen werden.

 

Histaminintoleranz – 

Kopfschmerzen, rote Flecken und Juckreiz oder Bauchschmerzen nach dem Verzehr von z.B. Schokolade, Rotwein oder Fisch? Das sind nicht immer allergische Reaktionen. Auch ein zu hoher Histamingehalt im Körper kann solche und andere Beschwerden auslösen.

Die Histaminintoleranz (HIT) gehört zu den pseudoallergischen Überempfindlichkeitsreaktionen. Sie ist eine Lebensmittelunverträglichkeit auf mit der Nahrung zugeführtes Histamin, es entsteht durch den bakteriellen Abbau des Eiweißbausteins Histidin. Man kann Histamin weder riechen noch schmecken, doch es ist in unterschiedlichen Konzentrationen in fast jedem Lebensmittel enthalten.